Kakau ist eine kleine Gemeinde im Land Sachsen-Anhalt mit einer sehr wechselvollen Geschichte. Während Kakau zum Beginn seiner Geschichte immer wieder wüst lag entwickelte sich das Dorf im 19. Jahrhundert zum größten Ort im damaligen Bezirk Oranienbaum am Rande der historischen Region Anhalt.
Geografisch liegt Kakau südlich der Elbe etwa 3 Kilometer von Oranienbaum entfernt. Die Landstraße L131 von Oranienbaum nach Witttenberg führt direkt durch den Ort.
Verwaltungstechnisch gehört Kakau seit Januar 2005 zur Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel und seit dem 01.07.2008 zum Landkreis Wittenberg. Nachdem der Versuch der Eingemeindung nach Dessau im Rahmen der Gemeindegebietsreform gescheitert ist, wird Kakau am 01. Januar 2010, zusammen mit fast allen Gemeinden des Wörlitzer Winkels, die neue Einheitsgemeinde Stadt-Oranienbaum bilden.

Alle hier veröffentlichten Zahlen zur Bevölkerung ab 1985 stammen vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt. Die Einwohnerzahlen vor 1985 stammen aus der Chronologie der Geschichte.
Aktuell leben in Kakau 595 Einwohner, wovon 287 männlich und 308 weiblich sind. Dies entspricht einer Einwohnerdichte von 111 Einwohnern je km² (Stand 31.12.2008)
Die Geschichtsschreibung zur Bevölkerung beginnt 1620 mit ca. 300 Einwohner. Laut dieser erreichte Kakau seine höchste Einwohnerzahl Jahre 1867 mit 826 Einwohner. Somit war Kakau im 19. Jahrhundert das größte Dorf im Bezirk Oranienbaum. Bereits 43 Jahre später werden 1910 nur noch 631 Einwohner angegeben, was einem Rückgang von 35% bedeutet.
In der Zeit von 1940 bis 1990 nahm die Zahl der Einwohner langsam aber kontinuierlich von 689 auf 537 ab. Nach 1990 stieg diese Zahl wieder bis auf 634 in den Jahren 2002 und 2003, um dann ab 2004 wieder kontinuierlich zu sinken.
Die aktuelle Bevölkerungsprognose geht für das Jahr von geschätzten 463 Einwohner aus, was einem prognostisierten Rückgang von 22% in nur 17 Jahren entspräche.
Kakau wird durch einen ehrenamtlichen Bürgermeister repräsentiert, welcher regulär alle 7 Jahre neu gewählt wird. Hier sind aktuell die Ergebnisse der Wahlen 2001 und 2008 nachzulesen.
Am 20. Juli 2008 waren 534 Wahlberechtigte zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. Es beiteligten sich 264 Wähler an der Abstimmung, was einer Wahlbeteiligung von 49,4% enspricht. Zur Wahl standen 2 Kanidaten. Von den 258 gültig abgegebenen Stimmen entfielen 174 (67,4%) auf Werner Hönicke und 84 (32,6%) auf Winfried Marx.
Am 16. September 2001 waren 536 Wahlberechtigte zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. 310 Wähler nutzten ihr demokratisches Grundrecht, was einer Wahlbeteiligung von 57,8% entspricht. Es standen 2 Kanidaten zur Wahl. Von den 307 gültigen Stimmen entfielen 287 (93,5%) auf Gerd Herzog und 20 Stimmen (6,5%) auf Petra Dank.
Alle den hier veröffentlichten Ergebnissen zugrundeliegenden Daten stammen aus der öffentlichen Bekanntmachung des Wahlergenisses im Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel vom 17. Juni 2009.
Am 07. Juni 2009 waren 519 Wahlberechtigte aufgerufen ihren neuen Gemeinderat zu bestimmen. 251 Wahlberechtigte nutzten ihre Chanche zur demokratischen Mitbestimmung. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,4%. 8 Stimmzettel wurden für ungültig erklärt. Jeder Wähler hatte 3 Stimmen, sodass 722 gültige Stimmen gezählt.
| Name | Stimmen | Sitze |
|---|---|---|
| 722 | 10 | |
| Freie Wählergemeinschaft (FWG) | 7 | |
| Jutta Müller | 168 | |
| Winfried Marx | 90 | |
| Peter Christossek | 83 | |
| Rowena Schulz | 77 | |
| Regina Mehnert | 64 | |
| Einzelbewerber (EB) | ||
| Holger Johannes | 67 | 1 |
| Petra Hönicke | 65 | 1 |
| Volker Ziegler | 50 | 1 |
| Claudia Wiechman | 36 | 0 |
| Harald Wiechmann | 22 | 0 |
Zwei Sitze im Gemeinderat konnten nicht besetzt werden, da die Freie Wählergemeinschaft (FWG) aufgrund der hohen Stimmenanzahl mehr Sitze auf sich vereinen konnte, als Mitglieder im Wahlvorschlag vorhanden waren.
Am 27. September waren mehr als 62 Mio. wahlberechtigte Bundesbürger zur Wahl des 17. Bundestages aufgerufen. Jeder Wahlberechtigte hatte die Möglichkeit mit seinen zwei Stimmen die Zusammensetzung des Bundestages mitzubestimmen. Eindeutiger Wahlsieger wurde eine Koalition aus CDU und FDP, welche die große Koalition aus CDU und SPD ablöst.
Die hier veröffentlichten Ergebnisse stammen vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt, welches am 28.09.2009 die vorläufigen amtlichen Endergebnisse veröffentlicht hat.
In Kakau waren 515 Wahlberechtigte aufgerufen mit ihren Stimmen die Zusammensetzung des 17. Deutschen Bundestages mitzubestimmen. 318 Wähler (entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,7%) nutzten ihre Chanche zur demokratischen Mitbestimmung, während 197 Nichtwähler diese Chanche verpassten. Bei den Erststimmen wurden 6 und bei den Zweitstimmen 5 ungültige Stimmen gezählt.
Mit der Erststimme konnte jeder Wahlberechtigte einen Direktkanidaten für den Wahlkreis unterstützen. Die größte Unterstützung erhielt mit 124 Stimmen (entspricht 39,7%) der Kanidat der CDU, Ulrich Petzold. Jörg Schindler von der Partei Die Linke konnte 92 Stimmen (entspricht 29,5% der Stimmen) auf sich vereinen.
Von den 313 gültigen Zweitstimmen entfielen 98 Stimmen (entspricht 31,3%) auf die Partei Die Linke, welche somit die meisten Stimmen erreichen konnte. Die CDU erreichte mit 97 Stimmen (entspricht 31,0%) den zweiten und die SPD mit 50 Stimmen (entspricht 16,0%) den dritten Rang bei den Zweitstimmen in Kakau.