Die geschichtliche Entwicklung von der Gründung bis in die Gegenwart soll hier skizziert werden. Der Ort und somit auch der Ortsname Kakau sind höchstwahrscheinlich slawischen Ursprungs. Kakau ist ein sehr verzweigtes Haufendorf welches im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Ende des 17. Jahrhunderts wurde es ein bevorzugter Ort zur Anlage von Hopfengärten.
Kakau, mundartlich Kake, in Oranienbaum eingepfarrt, 62 m, liegt nordöstlich von Oranienbaum zu beiden Seiten des Kapengrabens, der größere Teil südlich. Das Dorf beginnt östlich des sogenannten Kleinen Grabens, der aus Preußen kommt, den Kakauer Teich speist und sein Wasser dem Kapengraben zuführt, und endet südlich von einem hier mit dem Kapengraben gleichlaufenden Fließ. Die Häusern ordnen sich, meist sehr zerstreut, in einzelne Gruppen, dazwischen Gärten und Wiesen, besonders aber Äcker, so daß die Dorfstraßen eine beträchtliche Länge erreichen. Der Friedhof liegt in der Nähe des westlichen Dorfausganges, die Schule, ein ansehnliches, zweistöckiges Gebäude, unweit des SO-Endes, und zwar an der Ecke einer Straße, in der ausnahmsweise die Häuser mehr zusammengedrängt sind. Gegenüber arbeitet die Dampfmolkerei. 1207 wird Kakowe unter den Dörfern genannt, die der Wörlitzer Kirche von jeder Hufe ein Scheffel Getreide zu geben hatten (I763). 1313 heißt das Dorf Cakow (III25) 1548 "hat Kaka keine Gemeinde" (das heißt Dorfmark). Jedem der 17 Einwohner war von der Herrschaft auf dem "Steingraben" ein Stück Acker gegeben worden, der zur Aussaat von 1 Scheffel Sommerkorn ausreichte (Wö. S. 1548). Demnach hatte die Dorfgemeinde ihren Acker verloren, und das ist jedenfalls so zu erklären, daß Kakau eine Zeitlang wüst gewesen und im 16. Jahrhundert wieder besetzt worden ist.
1787 wurden 629 Einwohner gezählt. 1818 wohnten in 116 Häusern 75 Dörfler, 1830 in 115 Häusern 704, 1871 in 134 Häusern 787. 1900 war die Einwohnerzahl auf 652 all evangelisch) zurückgegangen. Auf 152 Haushaltungen verteilten sich 136 Ehemänner, 137 Ehefrauen, 13 Witwer, 38 Witwen, 1 Geschiedene, 173 männliche und 154 weibliche Ledige; 1904 153 Häuser, 1905 699 Einwohner. Gemeindebezirk 417 ha (301, 17 Äcker und Gärten, 56 Wiesen, 11,76 Haus- und Hofräume, 2 Unland, 22,28 Wege usw., 24,50 ha Kiefern-Hochwald). 126 Häuser hatten Vieh: 75 Pferde, 544 Rinder, 1037 Schweine, 165 Ziegen, 125 Gänse, 19 Enten, 2015 Hühner, 6 Puter und 2 Perlhühner; 1 Bienenstock mit unbweglichen Waben.
Hier ein paar wichtige Jahreszahlen aus der Geschichte der Gemeinde Kakau mit den dazugehörigen Ereignissen. Die kursiven Angaben dienen zur besseren Orientierung.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1201 | Im Codex Diplomaticus Anhaltinus wird unter den Orten, welche Abgaben an die Wörlitzer Kirche zu entrichten haben, der Ort Kakau zum ersten Male urkundlich erwähnt. (27 |
| 1207 | Unter 38 Ortschaften, die Abgaben an die Kirche in Wörlitz entrichten müssen, wird auch der Ort "Cacowe" genannt. (27 |
| 1517 | Beginn der Reformation mit der Veröffentlichung Luthers Thesen in Wittenberg |
| 1548 | Kakau zählt 17 Familien (27 |
| 1548 | Gründung des Vorwerkes "Grüner Hof", der im Jahre 1871 mit 79 Einwohnern seine größte Einwohnerzahl erreicht. (27 |
| 1618 | Beginn des Dreißigjährigen Krieges |
| 1620 | Kakau zählt etwa 300 Einwohner und besitzt 41 Wirte und 7 Hausgenossen. (27 |
| 1626 | Im Pestjahr 1626 sterben 14 der etwa 300 Einwohner. |
| 1626 | Am 14. Mai wird ein Kakau in Wörlitz als Totengräber angestellt. |
| 1637 | Der Ort wird am 04. März von schwedischen Truppen niedergebrannt. (27 |
| 1640 | Im Kirchenregister werden 2 Geburten und 4 Sterbefälle registirert. |
| 1645 | Im Kirchenregister werden 4 Geburten und 3 Sterbefälle registriert. |
| 1648 | Ende des Dreißigjährigen Krieges |
| 1653 | Erlass einer Gemeindeordnung mit dem Ziel einer Wiederansiedlung der nach dem Krieg verlassenen Güter. |
| 1662 | Kakau wird wieder als bewohnter Ort erwähnt (27 |
| 1666 | Das Nischwitzer (heute Oranienbaum) Kirchbuch verzeichnet erstmals Kakau Kommunikanten (Abendmalgäste). Bis dato war Kakau nach Wörlitz eingepfarrt. |
| 1683 | 30. März die Magd Katharine Miertsch, Tochter des Peter Miertsch in Kakau, wird in Rehsen vom Wachtmeister Hans von Lochau wegen "Überfütterung des Viehs" durch zwei Schläge mit einem Prügel getötet. Es folgt ein langer Rechtsstreit. |
| 1708 | 21. Juni - Gründung des Nachbarortes Horstdorf durch Fürst Leopold I. "Der Alte Dessauer" (1676-1747) mehr... |
| 1708/09 | Fürst Leopold von Anhalt-Dessau lässt die "Kakauer Teiche" als Sammelteich zur Versorgung der von der Fürstin Henriette Katharina neu gegründeten Stadt Oranienbaum und des dazugehörigen Schlossgartens anlegen. (35 |
| 1716 | Der Weisesche Gasthof als Sitz des Erbrichters erhält das Schankrecht durch den "Alten Dessauer". |
| 1724 | Im September kommt es zum Ausbruch der Rinderpest in Kakau und Riesigk. (17 |
| 1751 | Nieder- und Ober-Förste werden als Vorwerke der Wörlitzer Domäne von Fürst Leopold II. Maximilian (1700 bis 1751) gegründet. Aus diesen Vorwerken entwickeln sich Rotehaus - später Rotehof - und Grünehof (jetzt Gemeinde Kakau, in den 1970er Jahren abgerissen). |
| 1759 | Im Erbzinsbuch gibt es 91 Eintragungen. Dies entspricht ca. 550 Einwohnern. (27 |
| 1767 | Nach einem Deichbruch in Wörlitz fuhren am 28. April Gespanne aus Horstdorf, Wörlitz, Rotehof, Kakau, und Schönitz Erde zur Reparatur heran. |
| 1770 | Am 08. April wurde durch das Frühjahrshochwasser der Elbdeich an 2 Stellen aufgerissen wodurch sich das Wasser im Wörlitzer Winkel ausbreitete. Nachdem das Wasser für 6 Wochen bei gleichem Pegel stand war Horstdorf an Weihnachten immer noch überflutet. |
| 1772 | In Pestjahr gibt es 162 Pestopfer in Oranienbaum, Kakau und Brandhorst. |
| 1787 | In Kakau werden 629 Einwohner gezählt (27 |
| 1789 | Fürst Franz von Anhalt-Dessau kauft die Kakauer Teiche an und nutzt diese als Fischteich und zur Schilfrohrnutzung. Das Schilfrohr wurde zum im Bau zur Schalung von Zimmerdecken genutzt. Die Teiche wurden auch als Badeteich genutzt. (35 |
| 1806 | Napoleon beginnt den 4. Koalitionskrieg gegen Preußen und Sachsen |
| 1809 | Am 03. März berichten Kakauer Anspänner von den Belastungen durch die zu leistenden Fuhrarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau einer Brücke über den Schrothemühlengraben an die Regierung in Dessau. Aus der Mitteilung geht hervor, dass die Arbeiten nicht ausgeführt werden können, da man beim Einmarsch der französischen Truppen 34 Pferde verloren hatte. |
| 1813 | Preußische Truppen setzten am 02. April über die Elbe und durchzogen anschließend den Wörlitzer Winkel. Es folgten am 09. April 16 Batalionen Fußvolk und 4 Reiterregimenter mit Ziel Wittenberg. |
| 1813 | Ende September rücken nach dem Waffenstillstand Kosaken und verbündete schwedische Truppen in den Wörlitzer Winkel ein. |
| 1813 | Am 23. September kommt es im Wörlitzer Winkel zu einem Gefecht zwischen russischen Kosaken und Husaren mit sächsischen Reitern welche dabei in Gefangenschaft geraten. |
| 1817 | Neubau eines Schulhauses. Grund war die Baufälligkeit des alten Schulgebäudes. |
| 1818 | Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wohnten in 116 Häusern 725 Einwohner (27 |
| 1818 | Wegen Baufälligkeit des alten Schulhauses sollte ein neues errichtet werden. Kosten 1.215 Taler. 25 Fuhrleute mit 23 Fuhrwerken mussten alle Baustoffe heranschaffen unter anderem auch Steine vom abgebrochenen Orangeriehaus in Oranienbaum. (27 |
| 1833 | Es gibt 115 Häuser mit 704 Einwohnern. |
| 1844 | Vertreter der Kirche wollen ein Gotteshaus in Kakau errichten. Die Vertreter der Gemeinde lehnen dies ab. Im gleichen Jahr wird der Bau einer 3. Schenke genehmigt. (27 |
| 1866 | Deutscher Krieg zwischen Deutschen Bund und Königreich Preußen und in der Folge 1871 Beitritt des Herzogtum Anhalts zum Deutschen Reich |
| 1867 | Kakau wird als größtes Dorf im Bezirk Oranienbaum mit 826 Einwohnern, 129 Häusern und 2 Schulen genannt. (27 |
| 1871/72 | Die Kakauer Teiche gehen, nach einer Auseinandersetzung zwischen dem Herzogenhaus und dem anhaltischen Staat, in fiskalischen Besitz über. Die Teichen werden auf Meistgebot an Julius Born, den damaligen Besitzer der Wassermühle (Kakauer Mühle) verkauft. (35 |
| 1878/79 | Ein neues Schulgebäude wurde errichtet. Das Gebäude ist heute noch vorhanden. (27 |
| 1883 | Der Gemeinderat beschließt, dass bei Feuer derjenige die Bespannung vornehmen soll, der als erster eintrifft. (27 |
| 1886 | Aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 01. Februar geht hervor, dass die 80 Jahre ale Feuerwehrspritze sich in einem sehr schlechten Zustand befindet und bei der herzoglichen Regierung ein Antrag gestellt wurde, zwei Drittel der Kosten für eine Neuanschaffung zu übernehmen. (27 |
| 1894 | Am 22. September fährt erstmals ein Zug die Strecke Dessau-Oranienbaum-Wörlitz. Einen Tag zuvor fuhr die letzte Postkutsche nach Dessau. (27 |
| 1904 | Vereinigung der Landwirte zu einer Genossenschaft und Bau einer Genossenschaftsmolkerei, die 1940 geschlossen wird (27 |
| 1905 | Die Gemeinde Kakau zählt 699 Einwohner, der Gemeindebezirk umfasst 417,71 ha Grund und Boden. (27 |
| 1908 | Eine Pflichtfeuerwehr wird aufgestellt. (27 |
| 1909 | Am 04. September brannte ein Stall des Gastwirts Puhle, in welchem sich Holz und Stroh befand, vollständig ab. Um 7 Uhr ging das Feuer auf und war gegen 8 Uhr schon von der Feuerwehr auf den Herd beschränkt. Der Stall mit Inhalt war nicht versichert. (32 |
| 1910 | Es gibt 134 Häuser mit 631 Einwohnern |
| 1913 | Am 20. Februar gründet Ernst Richter die Freiwillige Feuerwehr Brandhorst-Kakau. (21 mehr... |
| 1914 | Beginn des 1. Weltkrieges |
| 1914 | Lehrer Adolf Menzel aus Kakau wird als Friedensrichter im Amtsgerichtsbezirk Oranienbaum für Horstdorf, Kakau und Brandhorst erwähnt. (17 |
| 1918 | Ende des 1. Weltkrieges |
| 1918 | Am 12. November wird aus dem Herzogtum Anhalt eine Republik, da Prinzregent Aribert sich nach Straßendemonstrationen gezwungen sah, im Namen des noch minderjährigen Herzogs Joachim Ernst von Anhalt und der gesamten anhaltischen Fürstenfamilie auf den Thron zu verzichten. |
| 1918/19 | Mit der Gründung des Freistaates Anhalt am 12. November 1918 und der Aufteilung in 5 Kreise gehörte Kakau bis 1933 zum Kreis Dessau. |
| 1919 | Entstehung der Weimarer Republik |
| 1925 | Am 16. Juni hat der Ort 135 Häuser mit 651 Bewohnern (319 männlich und 332 weiblich). Es gab zu diesem Zeitpunkt in Kakau 107 landwirtschaftliche und 6 gewerbliche Betriebe. |
| 1927 | Der Kakauer Gastwirt Heinrich Merseburger wird als Besitzer der Kakauer Teiche erwähnt. (35 |
| 1933 | Kakau hat 659 Einwohner (34 |
| 1933 | Ende der Weimarer Republik und Beginn der Nazidiktatur. |
| 1933 | Am 13. März wird Kakau dem Landkreis Dessau-Köthen zugeordnet. |
| 1939 | Kakau hat 689 Einwohner (34 |
| 1939 | Beginn des 2. Weltkrieges |
| 1939 | Die Molkerei im Ort wird geschlossen. Die Milch wird danach in die Molkerei nach Horstdorf zur Weiterverarbeitung verbracht. (17 |
| 1940 | Die Straßen der Gemeinden Kakau erhalten Ihre heutigen Namen. (27 |
| 1943 | Am 20. Oktober um 23.30 Uhr wird das ehemalige Vorwerk Grünehof von einer Luftmine getroffen. (17 |
| 1945 | Am 08. Mai Ende des Zweiten Weltkrieges |
| 1945 | Der Einmarsch russischer Truppen erfolgte am 04. oder 05. Mai. |
| 1945/46 | Während der Bodenreform werden 297 ha Acker- und Weideland in Kakau enteignet und an landlose Arbeiter verteilt. (27 |
| 1946 | Hermann Grune aus Kakau wird vom sowjetischen Lager Mühlberg in die Sowjetunion verschleppt. Er wird in eine Wehrmachtsuniform gesteckt und als angeblicher Kriegsgefangener zur Zwangsarbeit gezwungen. Er kehrt lebend zurück verliert aber beide Beine. (30 |
| 1946 | Im Herbst 1946 wird die erste Gemeindevertretung nach dem Ende des 2. Weltkrieges gewählt. Es werden die Namen Hermann Költzsch, Richard Richter, Wilhelm Reinhardt, Otto Möser, Elli Priebst, Ernst Diener, Herbert Berlin, Willi Albrecht, Karl Matthey und Albert Richter als Mitglieder der "antifaschistisch-demokratischen Gemeindevertretung" genannt. (27 |
| 1948/52 | Unter Landrat Lenkert wird eine Diskussion zur Zusammenlegung der Orte Kakau und Horstdorf geführt. In einer demokratischen Abstimmung entschieden sich beide Orte gegen den Zusammenschluss. (17 |
| 1949 | Am 07. Oktober wird die DDR auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone gegründet |
| 1950 | Die 7. und 8. Jahrgangsstufe der Schule in Kakau werden im Rahmen der Zentralisierung im Schulwesen nach Oranienbaum übernommen. (27 |
| 1950 | Kakau wird am 09. Juni dem Landkreis Köthen zugeordnet. |
| 1952 | Einrichtung des ersten Kindergartens für die Kinder von 3-6 Jahren am 01. Juni in einer Klasse der Schule. (27 |
| bis1952 | gehörte Kakau zum Landkreis Dessau-Köthen |
| 1952 | Kakau ist eine Gemeinde im Kreis Gräfenhainichen der zum Bezirk Halle gehört. |
| 1952 | Im Zuge der Zentralisierung der DDR wird das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und die Bezirke Halle und Magdeburg gebildet |
| 1952 | Mit der Liquidation des Landtages von Sachsen-Anhalt wird Kakau per Gesetz am 25. Juli dem Kreis Gräfenhainichen im Bezirk Halle zugeordnet. |
| 1954 | Durch die Einzelbauern Willi Voigt, Walter Lücke, Wilhelm Reinhardt, Erich Strömer und Willi Heinze wird am 17. März die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) "Clara Zetkin" gegründet. (27 |
| 1955 | Alle Schüler ab der 4. Klassenstufe werden nach Oranienbaum übernommen. In Kakau verbleiben nur die Klassen 1 bis 3. (27 |
| 1956 | Am 01. Mai wird die Gemeindeschwesternstation im Ort eröffnet. Während die Gemeindeschwester ständig vor Ort ist findet einmal wöchentlich eine Arztsprechstunde statt. (27 |
| 1956 | Die Konsum-Genossenschaft Gräfenhainichen erwirbt die ehemalige Gaststätte Paufler und eröffnet eine Konsumgaststätte im Ort. (27 |
| 1956 | Willy Händler erhält die Genehmigung zur Eröffnung einer Korbmacherwerkstatt. (27 |
| 1957 | Am 01. Januar wird die LPG "Neuer Weg" Typ III aus der ehemaligen LPD "Clara Zetkin" gegründet. Erster Vorsitzender wird Otto Zich. (27 |
| 1957 | Der ehemalige Kultursaal der LPG "Clara Zentkin" wird zur Konsum-Verkaufsstelle ausgebaut. (27 |
| 1958 | Das Gebäude des Rates der Gemeinde mit Feuerwehrgerätehaus wird am 01. Mai eingeweiht. (27 |
| 1959 | Mit dem Zusammenschluss von 57 einzelbäuerlichen Betrieben entsteht am 11. September die LPG "Freundschaft" Typ I mit 110 Mitgleidern. Oswald Lohmann wird Vorsitzender. (27 |
| 1960 | Am 30. März wird die Gemeinde zum "volksgenossenschaftlichen Dorf" und die LPG "Freundschaft" bewirtschaftet 613 ha Nutzfläche. (27 |
| 1960 | Mit dem Anschluss an die Buslinie K243 (Oranienbaum-Rehsen, Vockerode) wird die Verkehrsanbindung an die Städte Gräfenhainichen, Dessau und Wittenberg verbessert. (27 |
| 1960 | Die LPG "Neuer Weg" wird von der LPG "Edwin Hoernle" am 01. Juli aufgenommen. (27 |
| 1961 | Der Schulhort wird am 01. Juni eröffnet. (27 |
| 1962 | Eine Friseurstube und eine Außenstelle der Post eröffnet in Kakau. (27 |
| 1963 | Mit Einstellung eines zweiten Lehrers wird der Mehrstufenunterricht (mehrere Klassenstufen werden in einer Klasse unterrichtet) weiter eingeschränkt und die Schüler der 3. Klasse aus Horstdorf und Kakau werden in einer Einstufenklasse unterrichtet. (27 |
| 1963 | Zur Verbesserung der Dienstleitung wird im Ort eine Reparaturbrigade "1000 kleine Dinge" gegründet. (27 |
| 1964/65 | Mit der "Pauls-Brücke" entsteht ein neuer Zufahrtsweg für die Landwirtschaft über dem Kapengraben. (27 |
| 1967 | Die BHG Oranienbaum (Bäuerliche Handelsgenossenschaft) errichtet gemeinsam mit der LPG eine Kartoffelsortieranlage im Ortszentrum. (27 |
| 1967 | Baubeginn für das Rinderkombinat Kakau. (27 |
| 1968 | Die LPG "Freundschaft" Kakau Typ I schließt sich ab 01. Januar der LPG "Edwin Hoernle" Goltewitz Typ III an. (27 |
| 1969 | Gründung des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (Sparte Foxterrierzüchter) in Kakau. (27 |
| 1970 | Schaffung einer "Annahmestelle für Propangas". Dort können leere gegen volle Flüssiggasflaschen getauscht werden. (27 |
| 1970 | Abschaffung des Mehrstufenunterrichts in Kakau und Horstdorf. Die Klassen 1 bis 3 werden erstmalig in der Geschichte der Schulen in Einstufenklassen unterrichtet. (27 |
| 1970 | Inbetriebnahme der 1,2 Kilometer langen Milchleitung vom Rinderkombinat Kakau zur Milchsammelstelle Horstdorf. (27 |
| 1971 | Beginn des Verlegens von Gehwegplatten innerhalb der Ortslage. (27 |
| 1973 | Offizielle Einweihung des Kindergartens im Ort durch den Bürgermeister Fritz Walter. |
| 1973 | Bildung der KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) Wörlitz, die die gesamten Flächen der Gemeinde bearbeitet. (27 |
| 1973 | Am 09. Februar wird der Gemeindeverband Oranienbaum aus den Gemeinden Kakau, Horstdorf, Brandhorst und der Stadt Oraniebaum gebildet. Dieser bestand bis zum Juni 1994. (27 |
| 1973 | Die Kartoffelsortieranlage Kakau wird durch die KAP Wörlitz von der BHG Oranienbaum übernommen. (27 |
| 1973 | Am Rinderkombinat Kakau beginnen Ausbau- und Erweiterungsarbeiten. Es entsteht eine Milchviehanlage für die Orte Goltewitz, Horstdorf, Brandhorst, Riesigk und Kakau. (27 |
| 1974 | Die Straße zur Milchviehanlage wird mit einer Bitumendecke befestigt. Kosten 184.000 Mark. (27 |
| 1974 | Die Gemeinde Kakau wird an die zentrale Müllabfuhr angeschlossen. (27 |
| 1974 | Die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) Kakau übergibt am 07. Oktober einen neu eingerichteten Jugendraum mit Schießhalle an die Gemeinde. (27 |
| 1975 | Die DDR-Meisterschaften der Sparte Foxterriererzüchter werden auf der Schliefanlage Kakau an Fuchs und Dachs ausgetragen. (27 |
| 1975 | Der Gemeinde Kakau wird am 01. Mai der Titel "Bereich vorbildlicher Ordnung und Sicherheit" verliehen. (27 |
| 1987 | Der Deutsche Anglerverband der DDR (DAV) wird als Besitzer der Kakauer Teiche erwähnt. (35 |
| 1990 | Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei. Der Bezirk Halle wird aufgelöst und das Land Sachsen-Anhalt entsteht wieder. |
| 1994 | Kakau gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oranienbaum und zum Landkreis Anhalt-Zerbst. |
| 1994 | Am 01. Juli werden die Gemeinden des Wörlitzer Winkels dem Landkreis Anhalt-Zerbst zugeordnet. |
| 1999 | Die Kindertagesstätte im Ort wird am 01. Oktober als Zweigstelle der Kintertagesstätten in Oranienbaum durch die Bürgermeister Gerd Herzog (Kakau) und Uwe Zimmermann (Oranienbaum) erneut eingeweiht. |
| 2001 | Bei der Bürgermeisterwahl am 16. September wird Gerd Herzog zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. mehr... |
| 2002 | Die Jahrhundert-Flut der Elbe überflutet Teile des Ortes. Vor allem die Grundstücke am Konvensteig sind betroffen. mehr... |
| 2005 | Am 01. Januar wurde Kakau durch den Zusammenschluss der Verwaltungsgemeinschaften Oranienbaum und Wörlitz Teil der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel. |
| 2007 | Am 01. Juli wird Kakau als Teil der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel im Rahmen der Gemeindegebietsreform und der damit verbundenen Auflösung des Landkreises Anhalt-Zerbst dem Landkreis Wittenberg zugeordnet. |
| 2008 | Bei der Bürgermeisterwahl am 20. Juli wird Werner Hönicke zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. mehr... |
| 2009 | Am 02. Oktober begeht die Kindertagesstätte "Sonnenblume" den 10. Jahrestag ihrer Wiedereröffnung. |
| 2009 | An der Bürgeranhörung zur Bildung der Einheitsgemeinde "Oranienbaum-Wörlitz" am 29. November beteiligen sich nur 12 Prozent der 513 Abstimmungsberechtigten. Von den 61 Wählern stimmten 52 mit "Ja" und somit für die Bildung der Einheitsgemeinde. (33 |
| 17) | Pinkert, Ines und Schulze, Dorit; Gemeinde Horstdorf: 300 Jahre Horstdorf 300 Jahre Horstdorf 1708-2008 - Die Geschichte der Gemeinde Horstdorf - 2008 |
| 21) | Kühnast, Werner (Kakau); unveröffentlicht: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kakau seit 1913 |
| 27) | Jacobi, Horst und Walter, Fritz; Rat der Gemeinde Kakau: 775 Jahre Kakau - Streifzüge durch die Geschichte und Gegenwart der Gemeinde - 1976 |
| 30) | Lüdicke, Annemarie; Extrapost - Verlag für Heimatliteratur: Vergessene Schicksale - Festnahmen in Mitteldeutschland 1945-1961 - 2004 |
| 32) | Mitteldeutsche Zeitung; MZ-Verlag: Historischer Artikel aus dem Wittenberger Tageblatt |
| 33) | Mitteldeutsche Zeitung; MZ-Verlag : Tageszeitung - 2009 |
| 34) | Statistik des dt. Reichs; Amtliches Gemeindeverzeichnis: Band 550 - 1940 |
| 35) | Degner, Erwin; AGORA-Arbeitskreis Geschichte Oranienbaum e.V.: Die Kakauer Teichanlage und die Angler - 2009 |
| 38) | Weyhe, Emil; Herzogliche Hofbuchdruckerei C. Dünnhaupt: Landeskunde des Herzogtums Anhalt - 1907 |
Die komplette Aufstellung der für die Erstellung dieses Webprojektes verwendete Literatur findet Ihr im Literaturverzeichnis.